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Trainingslager auf LanzaroteEin Bericht von unserer Gertraud Lanzarote – ein Trainingslager der besonderen Art mitten im Winter Ein sehr angenehmer fünfstündiger ruhiger Flug bringt uns (WIR, das sind Michi Berdenich, Willi Mujzer, Sigi Pamer, Günther Schilling, Robert Seywert und ich) nach Arrecife, der Hauptstadt der Insel Lanzarote. Schon der halbstündige Transfer zu unserem Trainingsdomizil vermittelt erste Eindrücke über die Einzigartigkeit dieser Kanareninsel. Die Straße durchschneidet wie eine Piste kerzengerade die Insel, wir fahren durch malerische Orte, passieren die wunderbar hügelige, fruchtbare und blühende Inselmitte und nähern uns bergab schließlich dem Club La Santa, weithin sichtbar in eine mondähnliche Landschaft inmitten von Vulkangestein und –schlacken eingebettet, der Blick nach hinten ist begrenzt durch den tosenden Atlantik. Als erste geistige und sportliche Meisterleistung erweist sich das Auffinden unserer Appartements in dieser weitläufigen Anlage (Eingeweihte sagen, das zähle zum Sportprogramm !). Nach dem Auspacken erkunden wir bei einem ersten Warm-up-Lauf (der kühle Scirocco ließ uns tatsächlich frösteln – oftmaliges Originalzitat Robert’s "verkühle dich täglich!"), den Club und seine nähere Umgebung. Wer beim "Club" La Santa an einen gängigen Ferienclub mit lauter Musik, faulenzenden Gästen und lästigen Animateuren denkt, liegt weit daneben. Vielmehr handelt es sich hier um einen riesigen Ferienkomplex (kann in der Hochsaison viele Hunderte Gäste beherbergen), der von erstklassigsten und professionell eingerichteten Sportstätten umrahmt ist. So verfügt der Club über ein vollständig eingerichtetes Leichtathletikstadion mit Tartanbelag, permanenter Zeitmessung, der Fußballrasen in der Mitte würde den SCP vor Neid erblassen lassen, 9 Tennisplätze, Golf-Range, ein Radzentrum mit weit über 100 Rennrädern und Mountainbikes, einen olympischen Swimmingpool (28 Grad beheizt), 3 Beachvolleyballplätze, Handball- und Basketballplätze, Tischtennis-Squash- und Badmintonhallen, Boxring, Tauchschule, ein bestausgerüstetes Fitness Center, weitflächiger Minigolfplatz, Mehrzweckhallen, weitläufige Leisure-Swimmingpoolanlage mit ausreichend Liegestühlen und und …. Nicht zuletzt gibt es eine im Vulkangestein angelegte künstliche Lagune für die Windsurfer und Kajakfahrer, die mit Wasser aus dem Atlantik gespeist wird. Den Clubkomplex umrahmt ein Laufrundkurs (2,5 km), der die gigantischen Ausmaße dieser Sportferienanlage erahnen lässt - ein Traum für jedes Sportlerherz J. Außerdem bietet der Atlantik geübten Wellenreitern ein abenteuerliches Surfvergnügen. Zur Ausübung dieses umwerfenden Sportangebots kann man im Club La Santa mit Ausnahme von Tauchen und Golf ALLE Anlagen und Sportgeräte KOSTENLOS nutzen. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Gruppenunterrichtsprogramm, von Thai Bo über Gymnastik bis Yoga oder Tanzen, geleitet von professionellen SporttrainerInnen. Wie haben wir unsere Trainingstage verbracht? Den Tag eingeleitet hat einen meist einstündiger Lauf. Man muss in La Santa gewesen sein, um sich unsere gewaltigen Eindrücke beim Laufen in die nähere Umgebung vorstellen zu können. Rechts der Atlantik, unbeherrschbar, tiefblau, kleine Sandbänke, davor schwarzes Lavagestein, meterhohe tosende Brandung, zu unserer Linken relativ fruchtige grüne Hügel, darin eingebettet malerische weiße Dörfchen, das Ganze immer schön bergauf, über Stock und (Lava-Ge)-Stein, dann wieder Straße und unwegsames Gelände – geflügeltes Wort "Ja bist du teppat ?". Als zusätzlicher Trainingsreiz gesellte sich als treuester Weg- und Laufgefährte permanenter Wind zu uns, erst als Scirocco, dann als heißer Passat aus der Sahara, der dich an Höllenqualen erinnert. Als Belohnung nach diesem schweißtreibenden "Morgenlob" erwartete uns ein ausgiebiges Frühstück, bei dem wir dann die Pläne für den weiteren Tag geschmiedet haben. So haben wir uns zumeist gegen 11.00 Uhr (sofern wir uns nicht in der riesigen Anlage "verrannt" haben) zu einem weiteren sportlichen Jour-fixe getroffen. Legendär und berichtenswert sind dabei unsere Tischtennisturniere, die durchaus hoch-sportlichen Charakter hatten. So ein "Ringerl" geht unheimlich rein, auch die Doppeltourniere, gekrönt durch unsere Champions Willi und Günther, waren wirklich lustig und schweißtreibend. Oder - wer hätte uns auch zugetraut, dass wir Läufer so ambitionierte Tenniscracks sind? Hier gäb’s sicher Synergien mit dem TCP zu nutzen. Und was die Kondition anbelangt, so kann uns so schnell keiner was vormachen. Wir werden uns heuer im Sommer sicherlich zu einigen Tennismatches treffen, so viel Spaß hat’s gemacht. Müde und faul verbrachten wir dann einige Mußestunden am riesigen Swimmingpool, um Kräfte für den abendlichen Lauf zu sammeln. Auch hier gibt’s wieder über Wasserratten zu berichten. Die mit den "Schwimmhäuten zwischen den Zehen", Günther, Willi und ich, haben so einige Längen im olympischen Swimmingpool absolviert, während Michi seinen athletischen jugendlichen Läuferkörper im Fitness Center auf Vordermann gebracht hat. Auch gibt es von eifrigen Sonnenanbetern zu berichten. Und - kann mir jemand sagen, ob’s was Schöneres gibt, als am Handy zu erfahren, dass es in Parndorf fürchterlich schneit, während wir in der kanarischen Sonne am Pool liegen und 5e gerade sein lassen ?… Am späten Nachmittag wiederum haben wir unsere Schwimmkleidung mit Laufgewand getauscht und los ging’s wieder über Stock und Lavagestein. Ein absolutes Highlight in unserem Training erwies sich die wunderbare Tartanlaufbahn im Leichtathletikstadion. Bei meist schon sehr angenehmen Temperaturen haben wir hier viele 400-er-Runden heruntergespult, abgewechselt und aufgelockert durch Tempoläufe und "Pyramiden". Neidvoll haben wir auch vielen Spitzenathleten,Triathleten und Nationalmannschaften aus ganz Europa beim Training zugesehen und uns gewünscht, auch nur halb so fit zu sein. So absolvierten wir in dieser Woche an die 120 Trainingskilometer, was einige von uns im weiteren Verlauf der Trainingswoche schon körperlich sehr zu spüren bekamen. Bei so viel sportlicher Aktivität durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen und so stürzten wir uns dann heißhungrig über das abendliche Buffet, das wirklich gut und für jeden Geschmack eine vielfältige Auswahl bot. Den Abend leitete dann üblicherweise, mangels anderer Unterhaltungsmöglichkeiten, ein Abendspaziergang ein. Danach trafen uns entweder zum gemütlichen Beeinander zum UNO-Spielen, oder zum Fussballschaun oder Poolspielen im Sports Cafe. Auch hier war wieder sportlicher Ehrgeiz und ein gutes Auge gefragt. So verging Tag um Tag, einer aktiver als der andere. Da man jedoch nicht nur intensiv ohne Pause Sport betreiben sollte, haben wir einen Tag unseres Lanzarote-Aufenthaltes einer ausgiebigen Insel-Erkundungsfahrt gewidmet. Mit zwei Leihautos durchquerten wir die unwirklich scheinende Vulkanwelt des Nationalparks Timanfaya - die Feuerberge – weiter in Richtung des touristisch aufgeschlossenen Südens mit seinen zugegeben sehr schönen Badebuchten und besichtigen auch den berühmten Papageienstrand. Fuertoventura, die Nachbarinsel, schien zum Greifen nahe. Weiter ging die Fahrt kreuz und quer (mit der Beschilderung haben es die Lanzarotinos nicht so sehr) über die Insel, wir passierten unbeschreiblich schöne Weingärten inmitten der Vulkankrater, wir sahen alle Vegetationsstufen. Schließlich erreichten wir Orzola, einen eigenwilligen einsamen Fischerort am "Lands End" Lanzarotes, von wo Fähren zu den Nachbarinseln La Graciosa und Alegranza übersetzen. Steile (halsbrecherische) Serpentinen (keine Strecke für Fahranfänger) führen danach zum höchsten Aussichtspunkt der Insel Lanzarote mit atemberaubenden Ausblicken auf die an die Grand Canyons erinnernde Steilküste des Famaramassivs mit unbeschreiblich schönen Badebuchten, die an die Karibik erinnern. Wer nicht hier war, hat Lanzarote nicht gesehen !!! Wir passieren das Hochtal von Haria "Tal der tausend Palmen" und so geht es weiter in alle möglichen entlegenen Teile der Insel. Nach über 200 zurückgelegten Kilometern kehren wir müde und von vielen Eindrücken geprägt, in unseren Club zurück. So vergehen die Tage, uns allen ist keine Sekunde fad gewesen. Einige Stunden in der Club-Disco beschließen einen wunderschönen, sportlichen und kameradschaftlichen Trainingsaufenthalt in Lanzarote. Braungebrannt und voller neuer Energien fliegen wir zurück nach Wien. Wir freuen uns auf sportliche Wettkämpfe, viele Platzierungen und vor allen auf unsere Gemeinschaft im Laufclub. Sportliche Grüße Traude |
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| Webmaster Ing. Herbert Dobsak | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||