28. Vattenfall Berliner Halbmarathon am 6. April 2008

28. Vattenfall Berliner Halbmarathon am 6. April 2008

Bericht von Michael Berdenich

 

Samstag 5.4.08 5:30 Uhr, Shell-Tankstelle in Parndorf: Die 3 Athleten des 1. Laufclub Parndorf Günther Schilling, Franz Mitterer und ich Michael Berdenich treffen sich unter Begleitung von meinem Vater um gemeinsam zum Flughafen Wien-Schwechat zu fahren. Vorher jedoch musste noch der „Rudl“ , ein Arbeitskollege von meinem Vater aus Rohrau abgeholt werden. Das erledigt fuhren wir zu fünft im Auto zum Flughafen. 
Wir hatten noch jede Menge Zeit bis zum Abflug um 8:05 Uhr, also checkten wir erst einmal gemütlich ein am Schalter von Air Berlin um danach genüsslich in einem kleinen Cafe zu frühstücken. Nach über einer Stunde war es dann Zeit sich ans Gate zu begeben wo ein Shuttlebus uns zu unserem Airbus 320 brachte. Es dauerte nicht allzu lange und pünktlich um 8:05 Uhr stieg der Flieger dann Richtung Berlin auf. Der Start entlockte beim bleichgewordenen Rudl die eine oder andere Schweißperle, doch Ratz-Fatz war der Flieger in der Luft.
Es dauerte keine Stunde, da landete die Maschine auch schon wieder auf dem Flughafen Tegel in der deutschen Hauptstadt. Unser Gepäck hatten wir dann Ruck-Zuck um dann den Autobus Nr. 109 Richtung Zoologischen Garten (via Ku`damm) zu nehmen. Nach fast halbstündiger Fahrt erreichten wir dann den Kurfürstendamm. In der Fasanenstrasse befand sich dann unser Hotel „Atlanta“, eine kleine Frühstückspension inmitten von Berlin. Hier waren ein Zweibett- und ein Dreibettzimmer für uns reserviert. Nachdem wir das Gepäck derweil in der Rezeption deponiert hatten(wir durften erst um 14 Uhr ins Zimmer), war es nun an der Zeit um die Startnummern und Unterlagen auf der „Berlin Vital“ abzuholen. 

Die Startnummer in den Händen begaben wir uns zurück ins Hotel. Nachdem unsere Sachen verstaut waren, beschlossen wir, uns nach etwas Essbaren umzusehen. Prompt fanden wir nach kurzem Fußmarsch eine Pizzeria wo wir jeder ein 15“ Rad verschlungen. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang war es dann sowieso schön langsam Zeit uns anzusehen wie wir denn ins Olympiastadion kommen würden. Wir wollten uns ja das Bundesligaspiel Hertha BSC Berlin – SV Werder Bremen ansehen. Die U-Bahnfahrt dahin war schon eine arge Tortur, gestopft voll war das Ding und ewige Stationen lagen vor uns. Der kurze Fußmarsch bis zum Stadion kam einer Massenwanderung gleich. Unsere Karten waren hinterlegt, wir mussten sie nur noch abholen. Alles ging reibungslos einfach. 
59.728 Zuschauer wollten das Derby sehen, welches leider qualitativ nicht das halten konnte was es versprach. Doch die tolle Kulisse und der echt gute Sitzplatz weckte durchaus Wohlgefallen.
Um halb 10 waren wir dann endlich nach einem langen Tag im Hotelzimmer angekommen. Nach ein wenig fernsehn lagen wir bald im Bett. 

Sonntag der 6.4.2008, der Wettkampftag:

7:00 Uhr war Tagwache, Günther, Franz und ich, die 3 Athleten, verabredeten uns um 7:30 Uhr zum Frühstück. Das reichhaltige Buffet erweckte nahezu Staunen in uns, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Sogar feiner Lachs war für und bereitgelegt, Gebäck, Eierspeise, Schinken usw. auch.
Nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir uns fertig um gemeinsam zum Start des Halbmarathon zu fahren. U1 Uhlandstrasse bis Wittenbergplatz – umsteigen in die U2 Richtung Pankow bis Klosterstrasse wo wir nur einen kurzen Fußmarsch zum Start hatten vor zum Berliner Dom. Die Kleiderabgabestellen waren optimal bereitgestellt, trotz Massenansammlung relativ leicht erreichbar. Nach ordentlichem Aufwärmprogramm und einer Besichtigung von alten Sowjetmützen, die von einem arabischen Händler verkauft wurden, ging es langsam aber sicher zum Start. Startblock B hatten Franz und ich auf der Startnummer stehen, Günther war im Block C eingereiht. Tatsächlich schmuggelten sich Franz und ich noch in den A-Block vor was auch sehr gut war und uns immer näher zur Startlinie brachte.
10:45, Start des Halbmarathon über die 21,1km. Franz und ich hatten einen wunderbaren Start, mussten kaum zickzack laufen, und bemühten uns, der grün-markierten Ideallinie zu folgen.

In 41:37 min waren für mich die ersten 10km vorüber, km 12 erreichte ich in genau 50 min und nach 14km hatte ich 58:20 min auf der Uhr. Diesmal war ich meinem Ziel so nah, unter die 90 min Grenze zu laufen. Ich verlor kaum Zeit, hatte sogar noch 4:05 min von km 12-13. Mein Rhythmus blieb ungebrochen und ich erreichte in sage und schreibe 1:29:07 std. das Ziel. Endlich geschafft!!! Eine Hürde dich ich schon seit 2001 zu knacken versuchte.
Meine Kollegen der Franz (1:39:42) und Günther (1:48:11) erreichten ihre Ziele leider nicht und waren nach dem Lauf ein wenig enttäuscht. Im Zielbereich hatten sich auch schon mein Papa und der „Rudl“ eingefunden, die während unseres Laufes die Stadt ein wenig besichtigten und tolle Bilder machen. Danach ging es ganz schnell zurück ins Hotel, wir hatten das Zweierzimmer verlängern lassen bis 14 Uhr, um zu duschen und anschließend auszuchecken. Wir beschlossen dann, die restliche Zeit bis zum Heimflug auf dem Flughafen auszuharren, wo wir Essen fassten, Souvenir kauften und noch viel Spaß hatten.
Um 19:20 Uhr ging dann auch schon unsere Maschine nach Wien, wo wir um 20:35 ankamen. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, machten wir noch ein Gruppenbild um dann ab nach Hause zu fahren.